Otto Schmidt Verlag

Aktuell im IPRB

Influencer-Marketing (Seelig, IPRB 2021, 145)

Influencer erfreuen sich in heutiger Zeit großer Beliebtheit in den sozialen Medien. Daher verwundert es nicht, dass immer mehr Unternehmen auf die Internetbekanntheiten zu Werbezwecken zurückgreifen. Wann aber Produktnennungen und -verlinkungen überhaupt kennzeichnungspflichtig sind und wie genau erforderliche Kennzeichnungen zu erfolgen haben, verbleibt aufgrund unterschiedlicher Rechtsprechung ungeklärt (dargestellt auch schon im letzten Influencer Marketing-Update von Hoche, IPRB 2019, 165). Nun soll ein Gesetzesentwurf, der eine Änderung des UWG vorsieht, „Licht ins Dunkel“ bringen.

I. Was ist Influencer Marketing?

II. Der rechtliche Rahmen

III. Aktuelle Rechtsprechung

1. Contra Kennzeichnungspflichten:

a) OLG München

b) OLG Hamburg

2. Pro Kennzeichnungspflichten:

a) OLG Karlsruhe

b) OLG Braunschweig

c) OLG Köln

IV. UWG-Änderung

V. Praxishinweise zu den Kennzeichnungspflichten

1. Das „Ob“

2. Das „Wie“

VI. „Über den Tellerrand der Kennzeichnungspflichten hinaus“

VII. Fazit

 

I. Was ist Influencer Marketing?

Influencer sind Personen, die ihre starke Präsenz, ihre Bekanntheit und ihr Image in sozialen Netzwerken nutzen, um z.B. Produkte oder Lebensstile zu bewerben. Beim sog. Influencer Marketing bedienen sich Unternehmen der Reichweite der Meinungsmacher, um ihre Produkte zu präsentieren und einen größeren Kreis von potentiellen Kunden anzusprechen. Dafür erhält der Influencer in der Regel eine Gegenleistung in Form von Geld. Der Clou: Influencer gelten als vertrauensvoll, glaubwürdig und authentisch und stellen sich auf ihren Social Media-Kanälen vornehmlich als Privatperson – und häufig betont untergeordnet...



Verlag Dr. Otto Schmidt vom 01.07.2021 10:27
Quelle: Dr. Otto Schmidt KG, Köln

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