Otto Schmidt Verlag

Aktuell im IPRB

Werbung mit Klimaneutralität (Ahrens, IPRB 2021, 142)

Mit Presseinformation vom 19.5.2021 hat die Wettbewerbszentrale darüber informiert, dass sie eine größere Kampagne gegen Werbung im Zusammenhang mit der Aussage „klimaneutral“ initiiert habe. Damit wird erneut deutlich, dass in diesem Bereich für werbende Un-ternehmen erhebliche Risiken liegen.

1. Hintergrund
2. Die Initiative der Wettbewerbszentrale
3. Kritik an der Argumentation der Wettbewerbszentrale
4. Wettbewerbsrechtliche Beurteilung
5. Verbrauchererwartung
6. Fazit

1. Hintergrund
Der Verbraucher erwartet von Unternehmen zunehmend verantwor-tungsbewusstes Verhalten. Der Klimawandel ist – jedenfalls in Deutschland und in der EU – zu einem wichtigen und viel diskutierten Thema geworden. So hat die EU sich das Ziel gesetzt, bis spätestens 2050 klimaneutral zu sein. Deshalb ist es naheliegend, dass von Un-ternehmen erwartet wird, dass sie ihren Beitrag für den Klimaschutz leisten und ihren CO2-Fußabdruck reduzieren. Immer mehr Unter-nehmen tun dies. Sie setzen sich mit diesem Thema auseinander und versuchen ihren Betrieb und ihre Produkte auch diesbezüglich zu op-timieren. Natürlich bemühen sie sich auch, ihre Erfolge diesbezüglich bestmöglich zu kommunizieren.
Es gibt für Unternehmen im Wesentlichen zwei Ansätze zur Errei-chung von Klimaneutralität. Zum einen kann die Produktion und der Vertrieb der eigenen Produkte originär klimaneutraler organisiert wer-den. Das würde bedeuten, dass das Unternehmen selbst die eigenen CO2-Emissionen reduziert. Zum anderen ...



Verlag Dr. Otto Schmidt vom 17.06.2021 10:36
Quelle: Verlag Dr. Otto Schmidt KG

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